Bereits an unserem ersten Tag animierte uns das schöne Wetter zu einer Wanderung bei Aufseß. Natürlich durfte die Einkehr dabei nicht fehlen und so entschieden wir uns für den Aufsesser Bierweltrekordweg.

Aufseß ist eine kleine Gemeinde mit ca. 1400 Einwohnern und liegt direkt an der Burgen- und Fränkischen Bierstrasse im Herzen der Fränkischen Schweiz mit den Orten. Hier findet ihr weitere Informationen zu Aufseß. Vier Brauereien gibt es in Aufseß. Damit ist die Gemeinde Weltrekordhalter für die größte Brauereiendichte pro Einwohner.

Die Wanderung

Der Start für die Wandertour befindet sich auf einem Wanderparkplatz in Aufseß. Von dort aus geht es immer entlang des gleichnamigen Flüsschens. Nach ca. 1,84 km gelangt man zum Schloss Oberaufseß. Das Schloss liegt nicht direkt am Weg, aber man kann einen kurzen Abstecher dorthin machen. Der Weg führt weiterhin durch das wunderschöne Tal bis zum Dolomitenfelsen Himmelssteuberer. Hier sollte man unbedingt den Wanderweg verlassen und mal hinauf zu den Felsen klettern. Der Weg ist unkompliziert zu finden. Einfach der Beschilderung am Straßenrand folgen. Vor langer Zeit stand dort eine Burg des Adelsgeschlechts Andechs-Meranier. Heute kann man vom Himmelssteuberer eine fantastische Aussicht ins Aufseßtal geniessen.

Aussicht vom Himmelssteuberer

Von dort aus geht es wieder zurück auf den Wanderweg in Richtung Sachsendorf. Nach ca. 7,20 km gibt es direkt am Ortseingang eine Einkehr, die ab 13 Uhr öffnet. Pünktlich um 13:10 Uhr wurde dort das erste Bier aus der Region genossen. Nach einer kurzen Pause ging es weiter zum Brauereigasthof Stadter. Der Biergarten ist recht klein, aber das Bier ok. Leider war es bei uns recht voll. Das Essen hätte 45 min. gedauert. Also entschieden wir unseren Weg in Richtung Brauerei Reichold in Hochstahl fortzusetzen.

Wanderweg

Nach insgesamt 11,4 km kamen wir mit Bierdurst und Hunger an der Brauerei an. Hier gönnten wir uns das erste Mal ein typisch fränkisches Gericht, Schäuferla. Schäuferla, Schäuferle oder auch Schäufele genannt, ist Fleisch von der Schulter eines Schweines, welches 2-3 Stunden im Ofen gebraten wird. Mit der kreuzweise eingeritzten Schwarte, die im Ofen sehr knusprig wird, lässt sich das Fleisch später ganz leicht vom Knochen lösen. Serviert wird dieses traditionelle Gericht mit Klößen, Sauce und Sauerkraut. Das ist für jeden Wanderer ein absolutes Muss. Es schmeckt einfach fantastisch.

Traditionelles fränkisches Gericht – Schäuferla

Nach unserer üppigen Einkehr ging es weiter ins 2 km entfernten Kathi Bräu in Heckenhof. Beim Kathi Bräu war der Biergarten gut voll, aber wir haben dennoch schnell ein schönes Plätzchen gefunden. Das Kathi Bräu ist sehr beliebt bei Bikern sowohl mit als auch ohne Motor. Die Bedienung war nett und das Ambiente toll.

Kathi Bräu

Nach der kurzen Rast ging es weiter in Richtung Aufseß, wo unser Endziel (nach 15,6 km) der Brauereigasthof Rothenbach schon wartete. Dieser Gasthof ist sehr groß und beliebt. Wir fanden einen tollen Platz im Biergarten direkt am kleinen Flüsschen. Einfach idyllisch. Hier haben wir lecker Bier und Eis genossen und den Wandertag beim Karten spielen ausklingen lassen.

Fazit

Alles in allem waren die 15,6 km plus 2 km inkl. Himmelssteuberer überhaupt nicht anstrengend. Im Gegenteil. Es war sehr erholsam und entspannend. Die Wege sind gut ausgebaut und die Strecken, anhand der Schilder und Markierungen, gut zu erkennen. Zudem sind die Wege sehr abwechslungsreich. Mal geht es durch den Wald und mal  an Feldern entlang. Für die Rast und um die müden Füße auszuruhen, gibt es mehr als genug Einkehrmöglichkeiten, die alle die Bierkultur groß schreiben und pflegen.

Vor der eigentlichen Wanderung ist sicherlich eine Wander-App wie Komoot sehr hilfreich. Denn die fränkische Schweiz hat eine Unmenge an Wanderwegen zu bieten. Über die App bekommt man einen besseren Überblick darüber, was man machen will und sich vor allem auch zutrauen kann.

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