Hjalparfoss, Stöng und Gjain

An unserem 6. Tag in Island ging es für uns in Richtung Landmannalaugar. Die Vermieterin aus unserer Unterkunft The White House hatte uns diese Region empfohlen. Zudem soll es dort einen natürlich Hot Pool geben, der außerdem kostenlos ist. Den Weg dorthin wollten wir jedoch nicht blind fahren und so fanden wir unterwegs noch ein paar schöne andere Örtchen. Von Reykholt aus ging es für uns in Richtung der 32. Nach ca. 60 km hielten wir am Hjalparfoss. Dieser Wasserfall ist zwar nur ca. 9 m hoch, aber er hat eine Besonderheit. Das Wasser stürzt hier in 2 Armen in die Tiefe hinab. Aus dem isländischen übersetzt, bedeutet der Name „Hilfewasserfall“. Dieser Name ist aus der Historie entstanden. Nachdem die Menschen durch schier endlose, karge Regionen hier ankamen, betrachtete man das Wasser hier als Rettung vor der Trockenheit. Besonders erwähnenswert ist auch die Umgebung. Diese ist insbesondere im Sommer geprägt von unzähligen Lupinien. Das ist ein wahres Fest der Farben.

Blick auf den Hjalparfoss vom Parkplatz aus
Blick auf den Hjalparfoss vom Parkplatz aus
Der Hjalparfoss mit seinen 2 Seitenarmen
Der Hjalparfoss mit seinen 2 Seitenarmen

Stöng

Vom Hjalparfoss aus fuhren wir zu Þjóðveldisbærinn Stöng. Das liegt nur 2 km vom Wasserfall entfernt und ist die Nachbildung des Hofes Stöng aus der Wikingerzeit. Hier könnt ihr in das Langhaus sehen und euch anschauen, wie die Wikinger damals gelebt haben. Weiterhin gehört zu diesem Freilichtmuseum noch eine kleine Kirche, die ebenfalls bei Ausgrabungen gefunden wurde. Ein paar Hinweistafel erklären euch alles.

Stöng - Nachbildung eines alten Wikinger Hofes
Stöng – Nachbildung eines alten Wikinger Hofes

Gjain

Von Stöng aus führt ein abenteuerlicher, enger Weg zu der sehr beeindruckenden Schlucht Gjain. Die Fahrt dauert gerade einmal 10 min. und ist nur ca. 2 km lang. Doch es lohnt sich.

Am Parkplatz angekommen, ahnt man absolut noch nicht was einen erwartet. Doch wenn man an den Rand der Schlucht herangeht, bleibt einem fast der Atem stehen. Man blickt auf eine unglaublich schöne, grüne Oase mitten im Nirgendwo. Über einen kleinen Weg gelangt man hinunter in die Schlucht. Dieser kleine Talbereich ist durchzogen von zahlreichen kleineren Wasserfällen des Flusses Rauðá und ist, insbesondere im Sommer saftig grün mit kleineren Bäume, Büschen und Rasenflächen durchzogen. Hier befindet sich auch der Wasserfall Gjárfoss. Er hat gerade einmal eine Breite von 3 m und ist ca. 16 m hoch bzw. tief. Je nachdem von wo aus man guckt. Die vielen kleinen Flussarme laden direkt zum Durchlaufen ein, was wir auch gemacht haben. Doch Vorsicht. Es ist steinig und verdammt kalt. Aber es lohnt sich auf jeden Fall. Gjain ist eine schöne Oase um inne zu halten und zu entspannen.

Blick in die kleine Oase Gjain
Blick in die kleine Oase Gjain
Der Gjárfoss
Der Gjárfoss

In meinem nächsten Beitrag berichte ich euch von Landmannalaugar und dem dortigen natürlichen, kostenlosen Hot Pool. Nicht verpassen.

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1 Kommentar

  1. Die Tourbeschreibung mit geschichtlichem Inhalt einfach toll. Weiter so.

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