Jambalaya – Eine kreolische Köstlichkeit

Kreolisch? Was ist das denn? Das werdet ihr euch jetzt sicher fragen. Bis zu unserer Hochzeitsreise auf die Seychellen im September 2016 war dieser Begriff auch für uns völlig unbekannt. Die kreolische Küche setzt sich aus verschiedensten kulinarischen Einflüssen zusammen. Viele Kulturen sind in den kreolischen Gerichten zu finden. Überall dort auf der Welt, wo in den vergangenen Jahrhunderten Kolonien aus unterschiedlichen Nationen entstanden, haben sich mit der Zeit auch die Kulturen und vor allem die kulinarischen Genüsse miteinander gemischt. Auf den Seychellen ist die kreolische Küche geprägt von französischen, afrikanischen, englischen, spanischen und indischen Einflüssen. Insbesondere die indische Küche ist in den unzähligen Currygerichten (Fischcurry, Lammcurry etc.) vertreten.

Wir haben uns jetzt entschlossen mal ein kreolisches Gericht zu kochen und stießen dabei auf ein wunderbares Jambalaya Rezept, welches wir euch hier nicht vorenthalten möchten. Nur so viel vor ab. Jambalaya ist ein Reisgericht, was scharf ist. Wer beides nicht mag, braucht an dieser Stelle nicht weiterlesen. Schaut euch einfach meine andere Rezepte an.

Für die anderen unter euch, beschreibe ich hier kurz und knapp die Zubereitung von Jambalaya. Ihr braucht für die Zubereitung ca. 40 Minuten.

Zutaten:

  • 2 Hühnerbrustfilet
  • 16 Riesengarnelen (geschält)
  • 3 Frühlingszwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 3 Paprika (je ein roter, gelber und grüner)
  • 1 Chilischoten (grün)
  • 150 g Chorizo (scharfe spanische Wurst) oder Pfefferbeißer
  • 4 Tomaten (blanchiert und geschält, alternativ aus der Dose)
  • 2 EL Tomatenmark
  • 700 ml Hühnersuppe
  • 250 g Reis
  • 4 TL Jambalaya Gewürz (oder Cajun Gewürz oder je 1 Prise süßes Paprikapulver, Cayennepfeffer, Thymian, Knoblauch- und Zwiebelpulver)
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1/2 Bund Petersilie (frisch und gehackt, zu Dekoration)

Zubereitung:

Als erstes kommt die ganze Schnippelarbeit. Zunächst schneidet ihr die Hähnchenbrustfilets in gleich große Würfel. Anschließend salzen und pfeffern. Am besten macht ihr das in einer Schüssel. Zum Schluss die Stücke mit Mehl bestäuben.

Dann schneidet ihr die Frühlingszwiebeln in feine Ringe und den Paprika sowie die Chilischote in Würfel. Den Knoblauch schälen und dann fein hacken. Die Chorizo wird in dünne Streifen geschnitten. Die Tomaten blanchieren (zuvor mit heißem Wasser übergießen), dann schälen und würfelig schneiden.

Nachdem ihr das alles fertig habt, erhitzt ihr in einer großen Pfanne Öl. Zuerst müsst ihr die Hühnerwürfel für ca. 5 Minuten scharf anbraten. Dann nehmt ihr sie heraus und deckt sie mit Alufolie ab. Am besten ihr stellt sie in den Ofen bei 40 Grad, dann werden die Würfel nicht kalt.

In dem Bratenrest der Pfanne rührt ihr nun das Jambalaya Gewürz ein. Darin werden die Zwiebel sowie der Knoblauch gemeinsam kurz anbraten. Anschließend kommt die Chorizo hinzu. Diese wird einfach mitgebraten. Dann rührt ihr das Tomatenmark ein, gebt die Paprikawürfel hinzu und röstet sie kurz mit an. Nun fügt ihr die geschnittenen Tomaten und den Reis hinzu. Das Ganze wird dann mit ca. 700 ml Hühnersuppe übergossen. Das lasst ihr dann für ca. 25 Minuten kochen. Hier müsst ihr zwischendurch immer wieder umrühren und wenn nötig mit etwas Suppe aufgießen. Es kann sonst sein, dass es zu trocken wird. Immer wieder den Reis prüfen. Kurz bevor der Reis gar ist, solltet ihr die Garnelen in einer Pfanne in Sesamöl (alternativ auch Olivenöl) für ca. 1-2 Minuten auf jeder Seite scharf anbraten. Abschließend gebt ihr die Garnelen und die Hühnerwürfel zum Jambalaya. Das Ganze sollte noch für einige Minuten weiterköcheln. Sobald der Reis eure bevorzugte Konsistenz hat, ist euer Jambalaya fertig. Abschließend frisch gehackte Petersilie drüber streuen und servieren. Lasst es euch schmecken!

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2 Kommentare

  1. Roselore Zenker

    Alles passt wunderbar zusammen. Aber kann man das Gericht auch ohne Chorizo machen?

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