Kajaktour: Cerf Island und Moyenne Island

Hier noch ein Nachtrag zu unserem Seychellen Urlaub. Auf unserer letzten Insel Cerf Island hatte uns eine Tour ganz besonders gefallen. Mit einem Kajak von unserer Unterkunft L’Habitation fuhren wir einmal rund um Cerf Island. Begleitet wurden wir auf dieser Tour von Katie und Sven.

Unterwegs hielten wir in kleinen Buchten und auf einer traumhaft schönen Sandbank, die bei Ebbe richtig begehbar ist.

Mit der Strömung hatten wir an diesem Tag ein riesen Glück. Somit war es auch richtig entspannt und eindrucksvoll zwischen den Inseln ein wenig rumzuschippern. Unser großes Ziel war die Insel Moyenne. Wir hatten bereits im Vorfeld schon einiges über dieses kleine Island gelesen und gehört. Die Insel ist gerade einmal 480m lang und 300m breit und ein Paradies für Flughunde und Schildkröten. Mehr als 150 Schildis leben dort auf der Insel. Ein Highlight für meinen “schildi-vernarrten” Ive.

Moyenne Island war in den vergangenen Jahrhunderten in unterschiedlichen Händen. Zuletzt war der Brite Brendon Grimshaw Besitzer der Insel.

Er hatte sich zum Ziel gesetzt aus der Insel ein Naturparadies zu machen, auf dem nie ein Hotel gebaut werden sollte. Dafür setzte er sich, gemeinsam mit  dem Einheimischen René Antoine Lafortune, ein. Grimshaw gründete sogar vor seinem Tod 2012, die Moyenne Island Foundation, die den Status der Insel als geschützter Nationalpark auch nach seinem Tod aufrechterhalten soll. Heute können die Besucher direkt zur Insel rüberfahren. Ob eine geführte Tour oder wie wir mit dem Kajak, das ist egal. Für die Landung muss man allerdings ca. 10 € pro Person bezahlen. Das bezahlt man allerdings gern, da dieses Geld direkt in die Foundation zum Erhalt der Insel geht. Dort wo wir mit dem Kaja anlegten, gab es auch die Möglichkeit etwas zu essen und trinken. Wir holten uns dort nur etwas zu trinken und machten uns dann auf, einmal ringsherum um die Insel zu laufen. Dafür gibt es eine coole Karte, die ein wenig an die Schatzkarte aus dem Film “Die Schatzinsel” erinnert. Auf dem Rundgang gab es einiges zu entdecken. Viele Schildkröten, Flughunde, unterschiedliche Palmenarten, einen kleinen Piratenfriedhof, Brendon Grimshaws Haus und traumhafte Aussichten.

 

Diese Insel war vor Jahrhunderten als Pirateninsel bekannt. Es geht sogar immer noch das Gerücht um, dass dort ein Schatz im Wert von 30,000.000 brit. Pfund (laut einem Zeitungsartikel dort auf der Insel) versteckt sei. Nachdem wir jedoch schon unseren Geocache leider nicht gefunden hatten, versuchten wir gar nicht erst den Schatz zu finden.  🙂

Ein Ausflug zu dieser Insel lohnt sich dennoch für alle Menschen, die Natur pur mögen, die Einsamkeit schätzen und ein wenig Abenteurlustig sind. Wer sich für die Insel interessiert, kann sich die Dokumentation von Brendon Grimshaw zum gleichnamigen Buch “A Grain of Sand” anschauen.

Zum Buch bei Amazon: A Grain of Sand von Brendon Grimshaw

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1 Kommentar

  1. Roselore Zenker

    Man war bei diesem Bericht,auch nach einiger Zeit, gleich wieder in die Inselwelt versetzt und verzaubert. Flughunde muss man mögen, Schildis sind aber toll. Diese Reise wird sicher in ewig guter Erinnerung bleiben und man erinnert sich gern daran.

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