Winterurlaub in Mayrhofen im Zillertal (Österreich)

Wie schon im letzten Jahr verschlug es uns auch dieses Jahr in die Alpen zum Wintersport. Nachdem wir letztes Jahr die Pisten in Silvretta Montafon unsicher gemacht hatten, entschieden wir uns in diesem Jahr für das wunderschöne Zillertal. Das Zillertal  ist das größte Skital der Welt und hat für jeden Wintersportler etwas zu bieten – perfektes Ski- oder Snowboardvergnügen mit Hüttengenuss. Perfekt präparierte Pisten, unglaublich schöne Aussichten, Sonne, Schnee und kulinarische Köstlichkeiten lassen unsere Snowboardherzen in den Zillertaler und Tuxer Alpen höher schlagen. Zwischen zahlreichen Dreitausendern konnten wir mit dem Zillertaler Superskipass 179 Lifte auf den Bergen nutzen und insgesamt 515 Pistenkilometer fahren. Sogar die öffentlichen Verkehrsmittel standen uns kostenlos zur Verfügung.

Auf unserem Weg ins Tal machten wir einen kurzen Stopp an der Kanzelkehre mit Ausblick ins Zillertal.

Blick von der Kanzelkehre in Richtung Zillertal

Nach 5 Std. inkl. 2 Stopps und Einkaufen sind wir in unserer Unterkunft Scheulinghof in Mayrhofen angekommen. Diese liegt mitten im Ort. Alle Seilbahnen sind von dort aus fußläufig in nur 10 min. zu erreichen und in der Umgebung gibt es zudem viele Gasthäuser mit heimischen, tiroler Schmankerl.

Unser Zimmer hatte einen Ausblick direkt zum Ahornberg hoch. Echt herrlich. Zum Abendessen gingen wir in das Waldcafe. Der Wirt begrüßte und  persönlich, das Essen war wunderbar, das Ambiente  sehr gemütlich und zum Schluss gab es einen Schnaps aufs Haus. Ein perfekter Einstieg für unseren Winterurlaub.

1. Tag: Ankommen und Einfahren im Zillertal

Am ersten Tag waren wir einfach nur so in den Geschäften von Mayrhofen bummeln. Wir wollten uns zunächst mal eine Orientierung in dem Ort verschaffen. Nachdem wir eine Runde durch Mayrhofen gestrazt wären, hörten wir am frühen Nachmittag den Berg rufen. Nachdem das Wetter auch einigermaßen gut war, entschlossen wir uns kurzerhand die Snowboard-Klamotten anzuziehen, zur Ahornbahn zu laufen und ein Halbtagesticket zu kaufen. Oben angekommen war auf den Pisten recht wenig los, was für uns am ersten Tag wieder als Einstieg ganz gut war. Nach ein paar Pisten-KM ging es ab in die White Lounge. Das ist ein Iglu, in dem Getränke angeboten werden. Diese IceBar ist eine wunderschöne Kulisse um kurz zu verweilen. Der obligatorische Lumumba durfte dabei natürlich nicht fehlen.

White Lounge Iglu auf dem Ahorn Plateau

Kurz vor 16:00 Uhr fuhren wir dann auf der Talabfahrt wieder in Richtung Mayrhofen. Diese letzte Piste, eine schwarze und damit schwierigste, meisterten wir sehr gut. Zur Belohnung gab es einen schönen heißen Jagatee.

Jagatee zum Abschluss des Tages

2. Tag: Snowboard Extreme auf dem Penken

Nachdem wir uns zuvor halbtags einfahren konnten, ging es für uns am 2. Tag hoch auf den Penken. Das Wetter war beständig okay. Wolken und Sonne wechselten sich ab. Auf der Seite der Penkenbahn und Nordhang gefiel es uns nicht so gut. Die Piste war zum Teil gut verreist und der Schnee harschig. Auf Eisplatten rutschten wir immer wieder aus, was keinen Spaß machte. Da das Gebiet sehr groß ist, fuhren wir rüber zum Rastkogel und entdecken dort an der Lämmerbichlbahn schöne Abfahrten für uns. Eine Pause legten wir in Heidis Hütte ein. Hier stärkten wir uns mit Jagatee, einer Suppe und dem tiroler Schmankerl, Kaiserschmarn.

Kaiserschmarn in Heidis Hütte (Lämmerbichlbahn)

Nach einem gepflegten Snowboard Tag gehört auch eine ordentliche Portion Aprés Ski Hits Mucke in der Ice Bar auf die Ohren. Aber nicht unter 1,5 Vol.% . Nach Erdinger Weißbier und Jagatee konnten auch wir mitzappeln. Flüssigkeit hatten wir genug, für die feste Nahrung holten wir uns beim Metzger gegenüber einen Leberkäs Brötchen und eines mit Boulette. Yammi.

3. Tag: Ab zum Hintertuxer Gletscher

Ein besonderes Highlight ist der Hintertuxer Gletscher, der auf 3250 m nicht nur Pisten zu bieten hat, sondern auch eine unvergessliche Gletscherführung. Mit dem Bus fuhren wir früh in Richtung des Hintertuxer Gletschers. Die Green Line (Buslinie) hielt bei uns fast vor der Tür und brachte uns direkt in nur 30 min. zur Talstation am Gletscher. Komfortabler geht es fast gar nicht.

Grundsätzlich waren die Wetterbedingungen gemischt. Es war eigentlich Regen/Schnee angesagt, aber wir hatten wechselnde Bewölkung auch mit sonnigen Abschnitten, ganz zur Freude der Sonnenanbeter.

Abfahrt am Hintertuxer Gletscher

Auf dem Gipfel war ab und zu die Sicht gleich Null, was das Fahren schwierig gestaltete. Vor allem wenn die Pisten abgefahren und huckelig sind. Das ist Training für die Beine. Unsere Mittagsrast genossen wir im Tuxerjochhaus auf 2319m. Anschließend gab es noch ein paar Pistenabfahrten, bevor wir 16:20Uhr wieder im SkiBus zurück nach Mayrhofen saßen. Zeit zum Reflektieren des Tages und Genießen der vorbei ziehenden Natur.

4. Tag: Penken die Zweite

Heute ging es nochmals auf den Penken hoch. Die Pisten und insbesondere Heidis Hütte gefielen uns beim ersten Mal so sehr, dass wir hier unbedingt noch ein 2. Mal aufschlagen wollten. Wir probierten ein paar neue Pisten aus und fuhren dann wieder rüber zur Rastkogelbahn. Die Pisten dort bescherten uns an diesem Tag die besten Abfahrten. Immer mit Blick auf Heidis Hütte und vorbei an dem unwiderstehlichen Geruch von Kaiserschmarn. Der Plan für die Mittagspause stand dementsprechend auch schon. Suppe und Kaiserschmarn stärkten uns für die letzten Abfahrten des Tages, die für uns beide die besten der gesamten Woche waren. Wir haben viel dazu gelernt und können jetzt noch besser mit unseren Snowboards umgehen. Fantastisch. Was will man mehr??? 🙂

Zur Belohnung gingen wir am Abend ins Restaurant Brücke. Das Essen war super lecker und das Ambiente schön ruhig und gemütlich. Anders sah es aus im Brück’n Stadl nebenan, wo die Après Ski Party im vollen Gange war.

5. Tag: Der Hintertuxer Gletscher von Innen

Heute ging’s wieder auf den Hintertuxer Gletscher. Schon auf dem Parkplatz ahnten wir, dass es recht windig sein wird. Aber wir ließen uns davon nicht entmutigen, denn unser Hauptziel war diesmal nicht die Piste sondern der Eis-Palast ganz oben auf dem Gletscher.

Bereits 2013 machten wir eine Gletscherbegehung mit Freuden aus Berlin. Seit dem hat sich der Rundgang 20-30m unter der Eisoberfläche im Gletscher erweitert. Wir waren knapp 90 min. unterwegs und sahen viele Eissäulen, kleine Schächte, Eisspalten. Sogar einen “See” fanden die Forscher im Gletscher, welcher mit einem Boot befahren werden kann. Natürlich war die kurze Bootsfahrt im Preis von 21 € inbegriffen. Einfach sehr genial und absolut empfehlenswert.

Am Eingang zum Eispalast

Abgang in den Gletscher rein

Enge Kiste – Robben durch enge Eisgänge

Abstieg in den Gletscher für Profis

Unterirdischer See im Gletscher

6. Tag: Penken – alle guten Dinge sind Drei

Der letzte volle Tag unseres Winterurlaubs neigte sich dem Ende zu. Da der Vormittag verregnet war, gingen wir shoppen. Klamotten vom FUSSL, Tiroler Metzger-Spezilitäten und lecker Obstbrand aus dem Zillertaler Bergladen standen auf unserer Einkaufsliste. Dann riß der Himmel auf und die Sonne kam raus….herrlich. So stellten wir uns das vor. Es ging ab zur Unterkunft, rein in die Klamotten, hoch zum Penken und wieder zur Lämmerbichl Abfahrt. Die Mittagspause bei Heidi war damit auch schon vorprogrammiert.Zum Abschluss hatten wir noch einmal richtig schöne Abfahrten.

Super Aussicht!

Wir haben uns beide sehr im Fahren gesteigert, was uns am Ende des Urlaubs sehr glücklich machte. Gesund und munter kamen wir auch am letzten Tag im Tal wieder an. Am letzten Abend gingen wir noch einmal ins Restaurant Brücke gemütlich essen.

Alles in allem war dieser Urlaub wieder sehr schön. So stellt man sich den Winterurlaub vor.

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1 Kommentar

  1. Roselore Zenker

    Es war wirklich schön eure Tage zu verfolgen. Die beschriebenen Aussichten und Lokalitäten sind es wirklich wert. Weiter so.

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